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Boris
Domagoj Biletiæ wurde am 22. März 1957 in Pula geboren. Nach
dem Abschluss des Gymnasiums und der Pädagogischen Fakultät in seiner
Geburtsstadt, machte er sein Diplom und sein postgraduales Studium (Mr.
sc.) mit einem Thema aus der zeitgenössischen kroatischen Literatur an
den Abteilungen für Kroatistik und Südslawische Philologien der Philosophischen
Fakultät der Universität in Zagreb. Biletiæ lebt in Rovinj, wo er die
städtische Bibliothek Matija Vlaèiæ Illyrik (lat. Matthias Flacius Illyricus)
leitet.
Außer Lyrik hat er in zahlreichen
kroatischen und ausländischen Zeitschriften seit der zweiten Hälfte der
70-er Jahre des 20. Jahrhunderts (er begann im, bald danach verbotenen,
Pulaer Literaturklub und der Zeitschrift “Istarski
borac“/“Ibor“) Kritiken, Studien
und Übersetzungen aus dem Italienischen und dem Deutschen veröffentlicht.
Seine Lyrik wurde auch im 3. Programm des Kroatischen Radios –
Poezija naglas (Poesie laut) – gebracht.
Mit den Malern Zdravko Miliæ (Mala lirska kronika
– Kleine Lyrische Chronik, 1989) und Bruno
Mascarelli (Istarski rukopisi – Caligrafie
istriane, 1998) ist er Mitautor von zwei grafisch-lyrischen Mappen.
B. Biletiæ ist in einigen kroatischen und ausländischen Anthologien kroatischer
Dichtung vertreten: Mirjana Strèiæ (Hrvatsko pjesništvo
Istre 19. i 20. stoljeæa – Istarska pjesmarica, Pula 1989), Ante
Stamaæ – Ivo Sanader (U ovom strašnom èasu,
Split 1992, Zagreb, 1994), £ucja Danielewska (¯ywe
Ÿradla, Warszawa / Polen, 1996), weiters Josip Bratuliæ – Stjepan
Damjanoviæ – Vinko Brešiæ – Božidar Petraè... (Mila
si nam ti jedina..., Zagreb, 1998), Božidar Petraè (Hrvatska
uskrsna lirika: od Kranjèeviæa do danas, Zagreb, 2001), Literaturlexika,
Panoramen und Ähnliches. Er wurde auch in den historischen Überblicke
kroatischer Literatur des 19. und 20. Jahrhundert von Miroslav Šicel (Zagreb,
1997) und Dubravko Jelèiæ (Zagreb, 2004) erwähnt. Einzelne Gedichte oder
Gedichtzyklen wurden in ungefähr 15 Sprachen übersetzt.
Als Redakteur verantwortet er zahlreiche
Ausgaben, vorwiegend auf dem Gebiet der Belletristik. Bis 1990 war der
Mitglied der Redaktion der Literaturzeitschrift „Istra“ (Pula), Mitglied
des Redaktionsrates der Edition „Istra kroz stoljeæa“; zugleich ist er
auch wirkliches Mitglied des Èakavski sabor. Er ist Initiator und seit
der Gründung (1996) hauptverantwortlicher Redakteur der Pulaer Zeitschrift
für Literatur, kulturelle und gesellschaftliche Themen „Nova Istra“. Er
ist Mitglied des Vereines Kroatischer Schriftsteller (seit 1988) und seiner
Verwaltung mit drei Mandaten, des kroatischen PEN-Zentrums (seit 1993)
und tätiges Mitglied der Matica hrvatska (seit 1990). Er war einer der
Begründer des istrischen Zweiges des Vereins Kroatischer Schrifteller,
dessen erster Vorsitzender (1990 – 1993), des kroatischen Kulturvereines
„Franjo Glaviniæ“ aus Rovinj, wie auch einer der Initiatoren der Rovinjer
„Šoljan-Tage“. Im Jahr 1997 war er Gastschriftsteller der internationalen
Zagreber Slawistenschule. Die internationale Literaturveranstaltung „Pulaer
Tage des Essays“ begründete er im Jahr 2003. Er wirkte an zahlreichen
internationalen und kroatischen Poesiefestivals und Literaturtreffen mit.
Er erhielt folgende Literaturpreise: „Mlada Struga“ (Strugaer Lyrik-Abende, Mazedonien, 1984; Zublja šutnje), „Tin Ujeviæ“ (1997; Radovi na nekropoli), des österreichischen Vereines „Kulturkontakt“ (2002; Bartuljska jabuka), "Julije Benešiæ" (2008; Pristrani èitatelj, I-II). Für seine Literaturarbeit und Kulturtätigkeit wurde mit dem Orden der Danica hrvatska mit dem Portrait von Marko Maruliæ (1996) und mit der Medaille der Stadt Rovinj (1997) ausgezeichnet.
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